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13/02/2002 - Ein Hühnerfest im Februar - Chickenfeast in Colorado - 02/13/2002
 
Fuji FinePix A101 Digital Camera >>> Für eine > KURZE BILD BESCHREIBUNG < hier klicken <<< used by Jan A. Loeffler 02/13/02
   CAMERA   
 
Bild 1: Das Tor hebt sich langsam aber elektrisch - also abwarten was dahinter zu sehen ist. Unsere Doppelgarage ist zwar nur ein Schopf, aber auch meine Künstlerklause (Atelier), und, voll verkabelt mit Strom (110 V 60 Hz), Fernsehen (50 Kanäle ... ich guckte noch nie), Telefon USA 719-473-8021 (aber ich nehme nie ab) u.s.w. Sogar einen elektrischen Ofen gibt es der aber auf 0 Grad Celsius eingestellt ist.....
Bild 2: Das zweite Tor ist nicht elektrifiziert, also Hand-an-legen und dank zwei starken Spiralfedern geht's im Nu auf. Gleich sieht man ein bisschen Durcheinander und links auch den Oldsmobil EightyEight, 6 Zylinder 3.8 Liter Motor, Jhg: 1990 aber NICHT ZUM VERKAUF. Ich mag dieses alte Kiste die, wenn gewaschen noch ganz gut aussieht. Zurück zum Fest, d.h. zur Arbeit, was ich will ist, den fahrbaren Holz-Ofen aus der Garage ziehen.
Bild 3: Der Ofen ist aussen (noch aus) aber gleich werd' ich ihn anheizen. Diese Dinger sind nicht mehr ''in'' seit die USianer (Amerikaner) es auch beim BBQ gerne automatisch haben, d.h. zumeist mit Gas heizen (und den Gasgeruch mit einer ''feinen'', käuflichen Sauce überdecken. Jedem das Seine und mir das Holz (hinter dem Bäumchen), Holz, das mir zwei richtige Indianer auf Bestellung brachten, einen kleinen Lastwagen voll für 20 Dollar. Den Ofen kauften wir auch für 20 grüne Scheine auf denen zu lesen ist: ''IN GOD WE TRUST'' und eine Eins = $1
Bild 4: ''Es lodern die Flammen, es knistert im Feuer, kein Rauch dafür Hitze - ich mach' keine Witze - es ist mir geheuer!'' Und wie, denn was ein richtiges Braten geben soll, braucht erst mal ein tüchtiges Feuer von dicken Holzklötzen, damit die Glut dann Wärme abgeben kann über lange Zeit. Die zu sehende (offene) Türe und auch der Windschutz rund um den Ofen sind ''patentierte'' Zusätze, made in U.S.A. by Jan A. Loeffler (den kenne Sie ja bereits). Die Feuerwehr kennt mich auch: Die kamen mal angesaust mit zwei dicken Karren, als ein ''gestörter'' Nachbar (ja, die gibt's in Amerika auch) 911 anrief. Der Herr mitfahrende Feuerwehrkommandant besah sich den Ofen (bevor er spritze - der Kadi, nicht der Ofen), befand meinen Windschutz und den Deckel als ''good job'', sagte, es wäre halt der Rauch der den Alarm ausgelöst hätte. ''Auch'', sagte er mit Blick auf die zu bratenden Sache, das Bier und den Whisky: ''Im Dienst dürfen wir ja nicht trinken ....'' worauf ich ihm 10 Büchsen Bier in eine Tragtasche packte und sagte: ''Gut, dass wir hier so eine aufmerksame Feuerwehr haben, die sollen mach dem Dienst einen Schluck auf mein Wohl trinken.''
Bild 5: Sie glauben ja gar nicht was das für eine Hitze ist. Aber mit einem feinen Stecken (von unserem Apfelbaum der wie verrückt wächst), Handschuhen und dem richtigen ''timing'' werd' ich dem Klotz gleich ''Benimm'' beibringen. Auf den Hebel kommt es doch an, wie schon Archimedes wusste. Ich wusste es bevor ich es las und wende es immer noch an. Früher in der Schweiz, auch in Deutschland und Frankreich, sogar in Jugoslawien und in Griechenland, einmal in Italien und jetzt immer wieder in Amerika, in der Vereinigten Staaten wie wir sagen. Die sagen hier U.S.A. (auch mit Punkten dazwischen) und deshalb nenne ich die USianer (weil die Indianer zuerst da waren und mir feines Holz lieferten. Ich bin auch USianer (das sieht man an den Turnschuhen - aber nicht an der roten Bekleidung, die mögen die Roten nicht, nicht die von früher mit dem Federschmuck und die aus dem Osten schon gar nicht. Fragen Sie General Custer - übrigens, war auch ein Schweizer..... und meine Grosseltern kamen beide aus Deutschland, aus Hessen um genau zu sein. Dem Custer seine nicht .... macht ja nichts, oder?
Bild 6: Vielleicht kennen Sie die Geschichte von der Witwe Bolte (die auch gerne was Gutes haben wollte, wie der Willhelm Busch in ''Max & Moritz'' dichtete). Wenn nicht, auch gut. Da sind die Hühner (ohne die's kein Hühnerfest gibt), das sind die von Frau Evelyn (das ist die Meine) zubereiteten Stücke, die einen etwas mariniert, die anderen nicht. Die einen etwas kleiner, die anderen (leider) etwas zu gross. Leider? Ja, leider ist es so wie immer, man soll nicht mischen, das Kleine und das Grosse auseinander halten, die Kleinen nicht den Grossen ''zum Gebrauch'' überlassen, aber auch, sich nicht von den Kleinen auf die ''Nase scheissen lassen''. Leider wollte die HühnerZubereiteFrau alles zusammen im Grillkorb prutzeln sehen (der FeuerMacheMann wird schon wissen wie er das dann auf der Flamme balanciert). Wusste er aber nicht, d.h. der Grillkorb sprang auf und die HühnerTeile raus, oder runter, direkt ins Fegefeuer das zwar nur Glut und Asche war - zur Hölle mit dieser Gleichmachung = Alles im selben Korb!
Bild 7: Nein, ich fluchte nicht (sehr) aber fischte die guten Stücke aus Glut und Asche - rannte in die Küche, pinselte mit Olivenoil (pure vergin) zuerst erst die dicken Dinger - packte beide ganz niedlich in den Grillkorb, rannte zurück zum Ofen, gab den Grillkorb über die Glut so, dass die vom tröpfelndem Fett aufgescheuchten Flammen nicht ganz ans Fleisch kamen, sagte zur Evelyn: PASS AUF! - und zurück in der Küche wurde wieder gepinselt (ich bin doch kein Maler - Hergott!), dieses Mal die kleinen, die in welchen die Knöchelchen stecken welche dem Hänsel damals das Leben rettete .... (wissen Sie nicht? Nun, ich bin Ihnen nicht ''grimmig'' darüber). Kurz, auch diese kleineren Stücke überlebten meine Malkunst, belebten sich sogar zu neuer Frische und (wie die Dicken) brieten dann endlich und gerieten schlussendlichg doch ganz gut. Sehen Sie! (sind bereits gegessen - zum Teil - ich mag's auch aufgewärmt).
Bild 8: Das ist ein Zwischenbild, ein Intermezzo, so halb dazwischen eben. Als ich mit den gepinselten dicken Schenkeln der ''Hühnerei'' aus der Küche and den trauten Herd (den verdammten Ofen) kam, befand sich meine Frau in bester Stimmung, draussen, gewärmt von der Februar Sonne. Aber auch ungeduldig abwartend, was den nun endlich als Gaumenfreude erwartet werden könne. Meine Rettungsaktion mit Pinsel und Olivenoel war meine Idee, Motto: Nur nicht aufgeben, aber es war auch Zeit vergangen dabei. Und frische Luft macht hungrig und der Duft von Brathähnchen und Feuer reizt zum Verzehr. Also, legte ich mich kurz auf den Boden und ''schoss'' die Hungrige (im Falle, dass die verzögerte Nahrungsaufnahme ernste Folgen zeitigen würde die einer Ablichtung der Holden aus (nicht mehr) ersichtlichen Gründen doch Grenzen setzen könnte, unüberwindliche.) Posthum - eh, wollte sagen: Kurzum, ein Baum, ein Ofen, die Evelyn und im Hintergrund der blaue Himmel von Colorado. Alles erhalten, alles beim Besten - mehr sagt das nächste Bild.
Bild 9: .... der blaue Himmel von Colorado. Alles erhalten, alles beim Besten ... war zu lesen beim letzten Bild (8). Und hier nur kurz, ein andere ''Schusswinkel'' und auch Frau Evelyn sagte: ''Wunderbar dieser blaue Himmel mit den silbernen Baum .... wir sollten viel mehr draussen sein.'' (Das war bevor die Sonne noch tiefer zu stehen geruhte und bevor der erste Bissen im ''dämlichen'' Magen die ''innere Wärme'' förderten.) Jan! Ab in die Küche - der Rest will gepinselt sein.
Bild 10: Es ist vollbracht! Eine Platte voll Hühnerschenkel, gepinselt und gebrutzelt am offenen, echt indiaschem Feuer, das lacht das Herz, der Gaumen und der Magen. Und alles schön hinter einen dunklen Brille die dem Sonnenlicht keine Gelegenheit gibt, den verfressenen Schlemmer gleich zu erkennen. Aber das Grinsen war auch ein Kompliment an den FeuerMannOlivenOilPinslerUndBrater, den Göttergatten der sich göttlich über das auf Umwegen gelungene Werk freute und kräftig mithielt beim Male. Auch davon, vom gemeinsamen Schmaus wurden zwei selbstauslösende Aufnahmen gemacht. Kann ich aber nicht zeigen, denn: Eine Digital Kamera (ver)braucht Batterien .... zu schwach nach den 10 ersten ''Schüssen'' um auch den Meisterkoch ins rechte Licht zu setzen. Und Fotoreportagen im Freien haben's eben auch so in sich. Im strahlenden Licht der Sonne sind Digitalanzeigen sehr schlecht zu erkennen - die Sonne übrigens stand schon kurz vor'm Untergang, die Februar Kälte kroch der Evelyn und die (nicht verhandenen) Röcke und die Frau ''verkroch'' sich ins Haus - die Platten mit den Hühnern mitführend .... und ich räumte die Reste zusammen. Den Ofen liess ich im Freien. Das Indianerholz, die Glut wird noch lange Wärme abgeben - morgen, am 14. Februar 2002 wird auch der Ofen als letzter Zeuge dieser heiss-oeligen Fress-Orgie unters Dach verfrachtet. Dach? Ja, D-A-CH = Deutschland, Österreich, Schweiz, dort kann man diese Sprache lesen mit der diese Foto Reportage verziert wurde. Oder hätten Sie's lieber in Englisch gehabt? Dann bitte hier klicken!
 
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