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1: Das Tor hebt sich langsam aber
elektrisch - also abwarten was dahinter zu sehen ist. Unsere Doppelgarage
ist zwar nur ein Schopf, aber auch meine Künstlerklause (Atelier),
und, voll verkabelt mit Strom (110 V 60 Hz), Fernsehen (50 Kanäle
... ich guckte noch nie), Telefon USA 719-473-8021 (aber ich nehme nie
ab) u.s.w. Sogar einen elektrischen Ofen gibt es der aber auf 0 Grad Celsius
eingestellt ist..... |
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2: Das zweite Tor ist nicht elektrifiziert,
also Hand-an-legen und dank zwei starken Spiralfedern geht's im Nu auf.
Gleich sieht man ein bisschen Durcheinander und links auch den Oldsmobil
EightyEight, 6 Zylinder 3.8 Liter Motor, Jhg: 1990 aber NICHT ZUM VERKAUF.
Ich mag dieses alte Kiste die, wenn gewaschen noch ganz gut aussieht. Zurück
zum Fest, d.h. zur Arbeit, was ich will ist, den fahrbaren Holz-Ofen aus
der Garage ziehen. |
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3: Der Ofen ist aussen (noch aus)
aber gleich werd' ich ihn anheizen. Diese Dinger sind nicht mehr ''in''
seit die USianer (Amerikaner) es auch beim BBQ gerne automatisch haben,
d.h. zumeist mit Gas heizen (und den Gasgeruch mit einer ''feinen'', käuflichen
Sauce überdecken. Jedem das Seine und mir das Holz (hinter dem Bäumchen),
Holz, das mir zwei richtige Indianer auf Bestellung brachten, einen kleinen
Lastwagen voll für 20 Dollar. Den Ofen kauften wir auch für 20
grüne Scheine auf denen zu lesen ist: ''IN GOD WE TRUST'' und eine
Eins = $1 |
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4: ''Es lodern die Flammen, es
knistert im Feuer, kein Rauch dafür Hitze - ich mach' keine Witze
- es ist mir geheuer!'' Und wie, denn was ein richtiges Braten geben soll,
braucht erst mal ein tüchtiges Feuer von dicken Holzklötzen,
damit die Glut dann Wärme abgeben kann über lange Zeit. Die zu
sehende (offene) Türe und auch der Windschutz rund um den Ofen sind
''patentierte'' Zusätze, made in U.S.A. by Jan A. Loeffler (den kenne
Sie ja bereits). Die Feuerwehr kennt mich auch: Die kamen mal angesaust
mit zwei dicken Karren, als ein ''gestörter'' Nachbar (ja, die gibt's
in Amerika auch) 911 anrief. Der Herr mitfahrende Feuerwehrkommandant besah
sich den Ofen (bevor er spritze - der Kadi, nicht der Ofen), befand meinen
Windschutz und den Deckel als ''good job'', sagte, es wäre halt der
Rauch der den Alarm ausgelöst hätte. ''Auch'', sagte er mit Blick
auf die zu bratenden Sache, das Bier und den Whisky: ''Im Dienst dürfen
wir ja nicht trinken ....'' worauf ich ihm 10 Büchsen Bier in eine
Tragtasche packte und sagte: ''Gut, dass wir hier so eine aufmerksame Feuerwehr
haben, die sollen mach dem Dienst einen Schluck auf mein Wohl trinken.'' |
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5: Sie glauben ja gar nicht was
das für eine Hitze ist. Aber mit einem feinen Stecken (von unserem
Apfelbaum der wie verrückt wächst), Handschuhen und dem richtigen
''timing'' werd' ich dem Klotz gleich ''Benimm'' beibringen. Auf den Hebel
kommt es doch an, wie schon Archimedes wusste. Ich wusste es bevor ich
es las und wende es immer noch an. Früher in der Schweiz, auch in
Deutschland und Frankreich, sogar in Jugoslawien und in Griechenland, einmal
in Italien und jetzt immer wieder in Amerika, in der Vereinigten Staaten
wie wir sagen. Die sagen hier U.S.A. (auch mit Punkten dazwischen) und
deshalb nenne ich die USianer (weil die Indianer zuerst da waren und mir
feines Holz lieferten. Ich bin auch USianer (das sieht man an den Turnschuhen
- aber nicht an der roten Bekleidung, die mögen die Roten nicht, nicht
die von früher mit dem Federschmuck und die aus dem Osten schon gar
nicht. Fragen Sie General Custer - übrigens, war auch ein Schweizer.....
und meine Grosseltern kamen beide aus Deutschland, aus Hessen um genau
zu sein. Dem Custer seine nicht .... macht ja nichts, oder? |
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6: Vielleicht kennen Sie die Geschichte
von der Witwe Bolte (die auch gerne was Gutes haben wollte, wie der Willhelm
Busch in ''Max & Moritz'' dichtete). Wenn nicht, auch gut. Da sind
die Hühner (ohne die's kein Hühnerfest gibt), das sind die von
Frau Evelyn (das ist die Meine) zubereiteten Stücke, die einen etwas
mariniert, die anderen nicht. Die einen etwas kleiner, die anderen (leider)
etwas zu gross. Leider? Ja, leider ist es so wie immer, man soll nicht
mischen, das Kleine und das Grosse auseinander halten, die Kleinen nicht
den Grossen ''zum Gebrauch'' überlassen, aber auch, sich nicht von
den Kleinen auf die ''Nase scheissen lassen''. Leider wollte die HühnerZubereiteFrau
alles zusammen im Grillkorb prutzeln sehen (der FeuerMacheMann wird schon
wissen wie er das dann auf der Flamme balanciert). Wusste er aber nicht,
d.h. der Grillkorb sprang auf und die HühnerTeile raus, oder runter,
direkt ins Fegefeuer das zwar nur Glut und Asche war - zur Hölle mit
dieser Gleichmachung = Alles im selben Korb! |
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7: Nein, ich fluchte nicht (sehr)
aber fischte die guten Stücke aus Glut und Asche - rannte in die Küche,
pinselte mit Olivenoil (pure vergin) zuerst erst die dicken Dinger - packte
beide ganz niedlich in den Grillkorb, rannte zurück zum Ofen, gab
den Grillkorb über die Glut so, dass die vom tröpfelndem Fett
aufgescheuchten Flammen nicht ganz ans Fleisch kamen, sagte zur Evelyn:
PASS AUF! - und zurück in der Küche wurde wieder gepinselt (ich
bin doch kein Maler - Hergott!), dieses Mal die kleinen, die in welchen
die Knöchelchen stecken welche dem Hänsel damals das Leben rettete
.... (wissen Sie nicht? Nun, ich bin Ihnen nicht ''grimmig'' darüber).
Kurz, auch diese kleineren Stücke überlebten meine Malkunst,
belebten sich sogar zu neuer Frische und (wie die Dicken) brieten dann
endlich und gerieten schlussendlichg doch ganz gut. Sehen Sie! (sind bereits
gegessen - zum Teil - ich mag's auch aufgewärmt). |
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8: Das ist ein Zwischenbild, ein
Intermezzo, so halb dazwischen eben. Als ich mit den gepinselten dicken
Schenkeln der ''Hühnerei'' aus der Küche and den trauten Herd
(den verdammten Ofen) kam, befand sich meine Frau in bester Stimmung, draussen,
gewärmt von der Februar Sonne. Aber auch ungeduldig abwartend, was
den nun endlich als Gaumenfreude erwartet werden könne. Meine Rettungsaktion
mit Pinsel und Olivenoel war meine Idee, Motto: Nur nicht aufgeben, aber
es war auch Zeit vergangen dabei. Und frische Luft macht hungrig und der
Duft von Brathähnchen und Feuer reizt zum Verzehr. Also, legte ich
mich kurz auf den Boden und ''schoss'' die Hungrige (im Falle, dass die
verzögerte Nahrungsaufnahme ernste Folgen zeitigen würde die
einer Ablichtung der Holden aus (nicht mehr) ersichtlichen Gründen
doch Grenzen setzen könnte, unüberwindliche.) Posthum - eh, wollte
sagen: Kurzum, ein Baum, ein Ofen, die Evelyn und im Hintergrund der blaue
Himmel von Colorado. Alles erhalten, alles beim Besten - mehr sagt das
nächste Bild. |
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9: .... der blaue Himmel von Colorado.
Alles erhalten, alles beim Besten ... war zu lesen beim letzten Bild (8).
Und hier nur kurz, ein andere ''Schusswinkel'' und auch Frau Evelyn sagte:
''Wunderbar dieser blaue Himmel mit den silbernen Baum .... wir sollten
viel mehr draussen sein.'' (Das war bevor die Sonne noch tiefer zu stehen
geruhte und bevor der erste Bissen im ''dämlichen'' Magen die ''innere
Wärme'' förderten.) Jan! Ab in die Küche - der Rest will
gepinselt sein. |
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10: Es ist vollbracht! Eine Platte
voll Hühnerschenkel, gepinselt und gebrutzelt am offenen, echt indiaschem
Feuer, das lacht das Herz, der Gaumen und der Magen. Und alles schön
hinter einen dunklen Brille die dem Sonnenlicht keine Gelegenheit gibt,
den verfressenen Schlemmer gleich zu erkennen. Aber das Grinsen war auch
ein Kompliment an den FeuerMannOlivenOilPinslerUndBrater, den Göttergatten
der sich göttlich über das auf Umwegen gelungene Werk freute
und kräftig mithielt beim Male. Auch davon, vom gemeinsamen Schmaus
wurden zwei selbstauslösende Aufnahmen gemacht. Kann ich aber nicht
zeigen, denn: Eine Digital Kamera (ver)braucht Batterien .... zu schwach
nach den 10 ersten ''Schüssen'' um auch den Meisterkoch ins rechte
Licht zu setzen. Und Fotoreportagen im Freien haben's eben auch so in sich.
Im strahlenden Licht der Sonne sind Digitalanzeigen sehr schlecht zu erkennen
- die Sonne übrigens stand schon kurz vor'm Untergang, die Februar
Kälte kroch der Evelyn und die (nicht verhandenen) Röcke und
die Frau ''verkroch'' sich ins Haus - die Platten mit den Hühnern
mitführend .... und ich räumte die Reste zusammen. Den Ofen liess
ich im Freien. Das Indianerholz, die Glut wird noch lange Wärme abgeben
- morgen, am 14. Februar 2002 wird auch der Ofen als letzter Zeuge dieser
heiss-oeligen Fress-Orgie unters Dach verfrachtet. Dach? Ja, D-A-CH = Deutschland,
Österreich, Schweiz, dort kann man diese Sprache lesen mit der diese
Foto Reportage verziert wurde. Oder hätten Sie's lieber in Englisch
gehabt? Dann bitte hier klicken! |
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