Und keines der Mädchen im Waisenhaus und
niemand in der Schule hieß so. Anita.
Jetzt hatte ich meine eigene Ente - sogar zum
Anfassen. Und Anita ließ es sich gefallen. Ich nahm sie aus dem Papierkorb,
auf den Arm. Anita wehrte sich kaum; sie war schwer. Ich kam mit meinem
Gesicht ganz nahe an ihren Kopf, sie zupfte mich sofort mit dem Schnabel
an den Haaren, sie kniff mich ein bißchen ins Ohr. Hunger, ja Hunger
mußte sie haben, meine arme Anita, und Durst. Im Papierkorb war zwar
Heu, aber kein Wasser und keine Körner. Anita mußte zurück
in den |
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| Papierkorb - ich holte ihr Wasser und Körner.
Und sie "schaufelte" die Körner und schnäbelte im Wasser. Ich
kannte doch die Enten, ich hatte Erfahrung mit ihnen. Wie viele Male hatte
ich denn die Waisenhaus Enten gefüttert - jetzt fütterte ich
Anita, meine eigene Ente. Natürlich mußte Anita bald ins
Entenhaus zu den anderen Enten. Es war Nacht, Fräulein Lehmann kam
mit mir, um zu helfen. Sie sagte: "Siehst du Hansli, dein Wunsch ging in
Erfüllung. So ein schönes Weihnachtsgeschenk hast Du bekommen.
Jetzt wirst du dir sicher Mühe geben und |
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versuchen, immer schön brav zu sein und
deine Arbeit gut und richtig zu machen." Ich habe es versucht, es gelang
nicht immer. Aber ich hatte eine eigene Ente, die nicht in die Küche
mußte. Wenigstens nicht solange ich im Waisenhaus war.
Drei Jahre später verließ ich das
Waisenhaus. Anita blieb dort, bei den anderen Enten. Ich hatte andere Wünsche,
von denen mancher in Erfüllung ging. Aber eine eigene, weiße,
dicke Ente mit gelbem Schnabel und blauen Augen, so ein Geschenk gibt es
nur einmal im Leben; es war ein Märchen - es war einmal! |
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